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Tierschutz

Cankuna und Tierschutz sind eng verbunden, seit etwa 20 Jahren unterstützen wir Tierheime und Tierschutzvereine.

Wie suche ich Hunde aus, die auch in Deutschland eine Chance haben vermittelt zu werden?

Wie gut können Pflegestellen mit Problemstellungen umgehen bei der Integration und Sozialisierung von Tierschutzhunden?

Wie kann ich einen Hund gut und sicher vermitteln?

Seit 2018 arbeiten wir eng mit dem Tierheim Oekoven zusammen.

Die Mitarbeiter wurden in Lehrgängen geschult Mimik, Gestik und Verhaltensweisen der Hunde zu lesen, zu deuten und entsprechend mit dem Tier umzugehen.

Die Leiterin des Tierheims hat eine vollständige Hundetrainer-Ausbildung bei Cankuna absolviert um auch den Umgang mit schwierigen Hunde zu erleichtern.

Im Tierheim arbeiten wir Trainer mit den Hunden und schulen gleichzeitig die Tierpfleger und  Gassigänger. Regelmäßig findet vor Ort ein Training mit den dortigen Tierheimhunden statt. Mensch und Hund bilden hier jeweils ein Team.  

Die Hunde bekommen so eine bessere Vermittlungschancen und die ehrenamtlichen Gassigänger werden sicherer im Umgang mit ihnen. Sie lernen mit kleinen Macken der Hunde umzugehen und können aktiv mithelfen daran zu arbeiten. 

Auch der durch das gemeinsame Training verbesserte Sozialkontakt der Hunde untereinander bereitet sie gut auf ein neues Zuhause vor.

Wir bieten Schulungen in Kooperation mit dem Vorstand und der Leiterin des Tierheim Oekoven an.

Was bedeutet Tierschutz?

Nicht jeder Hund fühlt sich gerettet, sondern eher gefangen genommen!

Oft kennen sie nur die Straße und sind ausschließlich Eigenversorgung gewöhnt. Familienleben, das Leben in einem Haus, Fliesen, Treppen, Autofahren, Staubsauger…Dinge, an die wir oftmals gar nicht denken, weil sie so selbstverständlich sind, bereiten Hunden mit unbekannter Vergangenheit oder Herkunft oft großen Streß, Angst bis hin zur blanken Panik.
Er ist nicht dankbar, dass er von der Straße oder aus dem Shelter geholt wurde, aus dem einzigen Leben das er bisher kannte, heraus gerissen. In eine Box gesperrt, mit anderen, ihm oft unbekannten Hunden, in einem Auto oder Flugzeug transportiert. In nur wenigen Tagen unzähligen Eindrücken und beängstigenden Veränderungen ausgesetzt. Halsband, Leine, Geschirr… heraus geholt in eine ihm völlig unbekannten Umgebung, mit Menschen, die er nicht kennt, in ein Haus oder Wohnung eingesperrt, ein Alltag, Regeln…. Dazu noch schmusen und Gehorsam bitte!

Streß und Angst reduziert stark das Lernverhalten, wirkt sich bei Dauerzuständen massiv auf Befinden und Gesundheit des Hundes aus!
Hier gilt es, Traumata zu therapieren und die Hunde an unsere Alltagsreize zu gewöhnen  –  eben an Bedingungen, die sie nie kennen gelernt haben.
Angst und Panik ist für Pflegestellen und Hundebesitzer ohne Vorkenntnisse oft eine unlösbare Aufgabe, leider trifft das auch auf Hundeschulen zu.
Nicht jeder Hundetrainer besitzt die Kompetenz und die Erfahrung um mit Haltern und ihren Angsthunden zu arbeiten.

Das diese Umstände (Shelter und deutsche Tierheime) notwendig sind um den Hunden zu helfen stellen wir nicht in Frage. Doch die Erwartungshaltung der Retter muss sich ändern und Verständnis für die Situation jedes einzelnen Hundes aufgebracht werden.
Die Integration braucht von der ersten Sekunde viel Aufmerksamkeit und Kompetenz, Liebe und Leckerchen verstärken den aktuellen Zustand des Hundes und was er in dem Moment empfindet, sind also bei Stress und Angst die völlig falschen Mittel.
Um Stress und Furcht zu empfinden braucht es nur eine Erfahrung, daraus wird schnell Angst oder sogar eine Phobie.
Positives Lernen braucht dagegen viele, manchmal tausende Wiederholungen!

Tierschutz sollte sich auch für die betroffen Tiere so anfühlen!

Therapieplätze für schwierige Fälle:

Die Therapie ist in einigen Fällen sehr zeitintensiv und lässt sich nicht ausschließlich in Einzelstunden, oder nur durch eine Person durchführen.
In Kooperation mit dem Tierheim Oekoven bieten wir einzelne kostenplichtige Therapieplätze an, die im Gremium Resoprojekt ausgewählt werden.
Es keine weitere Anbindung an einzelne Einrichtungen oder Vereine; wir arbeiten übergreifend und bewahren uns jederzeit Unabhängigkeit und Neutralität.  

Unser Credo: Jeder hat eine Chance verdient.

Kommt ins Resoprojekt:
Die Hunde sind in den Trainings- und Unterrichtsstunden dabei, sooft sich dies einrichten lässt. Ihr Verhalten wird so  – auch zum Teil durch unsere eigenen Hunde – in der Regel erstaunlich schnell in die richtigen Bahnen gelenkt. 

Tierschutzvereine und Pflegestellen bekommen Sonderkonditionen bei Einzel- oder Gruppenstunden.

Das ist unser aktiver Beitrag zum Tierschutz. 

Für alle Kurse und Gruppenstunden gilt die 3G Regel.